Es handelt sich vor allem um Siedler am „Albanbichl“ unweit unserer heutigen Hofstelle.
Der Hof, ein befestigter Bau mit einer noch vorhandenen Schießscharte und der westlichen Stützmauer wurde erstmals erwähnt 1320 n. Chr. – Hochst. Urbar München/Freising – „Curia (Amtsgebäude) in Fretsch“.
Eine weitere Urkunde (um 1400) belegt laut Univ. Bibl. Innsbruck, dass der Besitzer der „Curia in Fretsch“ in Melaun vom Landesfürsten selbst für immer „Kriegs- und Steuerfrei“ gesprochen wurde, also weder „Gewalt- noch Zehentabgaben“ zu leisten hatte. – Was dem damaligen Frötscher diese Vorzüge brachten, ist nicht überliefert.
Dann mag der Hof auch trübe Tage erlebt haben, heißt es doch an anderer Stelle:
1665 wird Andre Gasser, Jetzt Fretscher, der Grundzins erlassen wegen „Költn, Drukhn und Schaur“ (Kälte, Trockenheit und Hagel).
Auf Andre Gasser folgen Besitzer in schnellem Wechsel:
Agnes Gasserin (1707), Georg Kaser (1708), Andreas Sader und Sohn Josef (1737), Andreas Gasser (1814), Johann Pichler und Sohn Josef (1900) – bis schließlich Josef Jocher den Hof erwarb.
Im Jahr 1986 habe ich, Sepp Jocher, von meinen Vorfahren den Hof übernommen. Ich bin seit 1992 mit Anna Dorfmann von Schnauders verheiratet. Nach und nach haben sich unsere drei Buben eingestellt: Philipp, Georg und Hannes.
Der Frötscherhof hat also recht oft den Besitzer gewechselt. Gebe Gott, dass die Familie Jocher recht, recht lange auf dem wunderschönen Hof verbleiben darf.
Das Anwesen ist ein geschichtsträchtiges Bauwerk dessen Aufzeichnungen bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen und seit 1900 im selben Familienbesitz. Vor einigen Jahren wurde der Bauernhof mit biologischen Materialien liebevoll restauriert. Es entstanden 4 komfortable und qualitativ hochwertige Ferienwohnungen, für Urlaub auf dem Bauernhof.